Iglu - Ansichtssache Part II

Verständnislos

Ich bin dauernd gernervt, schnell reizbar, meine Motivation war auch mal besser und eigentlich halten mich zur Zeit nur ein bis zwei Energiedrinks am Nachmittag leistungsfähig. Dann bin ich zwar ein bißchen hibbelig, aber besser als so drinzuhängen und ständig zu gähnen. *gähn*

 

Ich weiß nicht was mit mir los ist. E i g e n t l i c h geht es mir gut. Es fehlt mir an nichts. Ich bin glücklich verheiratet, habe einen festen Job der mir meistens Spaß macht, ich habe eine nette Wohnung mit meinem Mann zusammen, wir sind meistens gesund, treiben viel Sport, essen gut, leben gut, ... es mangelt uns an nichts.

Doch trotzdem fehlt etwas. Wir Beide, mein Mann und ich, fühlen uns sehr ausgebrannt, müde, geschlaucht, emotional ausgelaugt. Wir haben etwas unsere Kommunikation miteinander verloren. Der sogenannte Draht zueinander glüht zur Zeit nicht so richtig. Wir kommen von unserer Arbeit nach Hause. Ich war vorher noch beim Einkaufen, koche anschließend und wir essen zusammen. Wir machen dann noch ein wenig Ordnung, ziehen uns um, legen uns aufs Sofa, PC an, surfen, Facebooken bis die Augen viereckig sind und irgendwann gegen 22 Uhr 23 Uhr gehen wir ins Bett. Reden tun wir zur Zeit nicht viel. Banalitäten ja, und eher mit unseren Laptops oder virtuellen Bekanntschaften bzw. Freunden. Doch wir, wir als Ehepaar, kommen einfach nicht so richtig zusammen. Wir gehen uns eher recht schnell auf den Wecker.

Ich find das ziemlich dämlich, aber auch irgendwie normal. Nur - wie lange soll das noch so gehen? Ich warte ständig auf einen Moment, Tag, Zeitpunkt, Augenblick wo's BAMM! macht und es ist wieder anders. Wie früher. Nur beschleicht mich das Gefühl, dass das nicht passieren wird.

 

Nichts ändert sich, außer ich ändere mich!

 

Dieser Spruch steht hier bei mir im Büro, direkt vor mir an meine Schreibtischlampe angelehnt. Das ich immer vor Augen habe, dass nur ich etwas an einer x-beliebigen Situation ändern kann und ich nicht erwarten darf, dass das Andere für mich tun. Auf Arbeit hab ich das soweit intus und praktiziere das auch. Nur zuhause fällt mir das arg schwer. Kaum bin ich daheim machts *klick* und ich bin irgendwie dumpf, doof, blöd, hirnlos. Mein Mann sagt mir das immer wieder. Erst war ich beleidigt, dann hab ich darüber nachgedacht, ob nicht doch was Wahres an seinen Worten ist, jetzt hab ich gemerkt, dass ich wirklich SO bin. Als ob ich mein Hirn vor der Türe hab liegen lassen. Woher kommt das? Warum ist das so? Ich versteh mich zur Zeit einfach selbst nicht so richtig. Warum bin ich so, wie ich gerade bin? Ich bin intelligent, witzig, hab was aufm Kasten. Doch das ist einfach irgendwie grad zweigeteilt.

Auf Arbeit ists da, daheim bzw. privat ists weg - mein Hirn.

Ich schlurfe durchs (Privat-)Leben, köchle mein Süppchen so auf Sparflamme und paddel und plansche so weng vor mich hin. Alles nur so weng so.

Und das nervt!

Gerade ertrage ich mich bloß, mehr nicht. Ich bin unzufrieden weiß aber nicht mal mit was.


Missing

 

I miss you Mäusle! 

Ich schreibe...

... um besser zu verstehen, um loszuwerden was mich beschäftigt, um intensiver zu spüren, zu leben und zu empfangen.

Ich werde sehen wohin mich dieser (wieder) entdeckte Schritt des Schreibens führt.

 

Leinen los emotion